Jugendschutzprojekt "7 aus 14" - der RRC Homburg ist dabei!

Der Schutz von Kinder und Jugendlichen ist uns ein besonderes Anliegen. Aus diesem Grund war es selbstverständlich an dem Jugendschutzprojekt "7 aus 14" teilzunehmen.

7aus14 freigestellt

Es ist unumstritten, dass Alkohol die gesunde Entwicklung des Organismus im Kinder- und Jugendalter negativ beeinflusst und bereits in geringen Dosen schädlich ist. Mit dem Jugendschutzprojekt „7 aus 14“ sollen sich Vereine und Organisationen bewusst im Sinne des Jugendschutzes engagieren und durch ihr positives Beispiel bei Veranstaltungen auch für die Einhaltung dieser Regeln werben.

Neben zwei verbindlich einzuhaltenden Punkten (Einhaltung der Vorschriften des Jugendschutzes, Rückmeldung zum Verlauf für zukünftige Verbesserungen) können die Veranstalter 5 weitere Punkte aus einem 12 Punkte Katalog auswählen, zu deren Einhaltung sie sich zukünftig verpflichten.

Für den RRC Homburg nahm Cathrin Lang im Mai an der erforderlichen Schulung teil.


Veröffentlicht unter www.wochenspiegelonline.de/content/nachrichten/gemeinden/homburg/article/jugendschutzprojekt-7-aus-14-2:

Jugendschutzprojekt „7 aus 14“

15. Dezember 2014

Ministerin Bachmann übergibt Banner an Vereine, die sich gegen das Rauschtrinken engagieren

7aus14 uebergabe

 

Stephan Frank vom SV Zweibrücken, Irmgard Waidner, Präsidentin der Karnevalsgesellschaft Burgnarren und Cathrin Lang, Jugendwartin des Rock'n'Roll Clubs (v. l.) bei der Übergabe der Werbebanner. Foto: Sozialministerium

 

SAARPFALZ-KREIS Sozialministerin Monika Bachmann hat in St. Ingbert großformatige Werbebanner für das Jugendschutzprojekt „7 aus 14“ an Vertreter von neun saarländischen Sportvereinen übergeben. Diese und weitere Vereine engagieren sich besonders für die Einhaltung des Jugendschutzes, weisen bei allen ihren Veranstaltungen auch auf jugendrechtliche Bestimmungen hin und haben eigens dafür Jugendschutzbeauftrage ausbilden lassen. Bisher haben sich insgesamt 17 Jugendschutzbeauftragte aus zwölf Vereinen seit Mai 2014 nach einer dreistündigen Schulung am Landesinstitut für Präventives Handeln zertifizieren lassen. Mit dabei: Der Rock’n’Roll Club „Die Rock Froggies“ Homburg, die Karnevalsgesellschaft Burgnarren Kirkel und der SV 64 Zweibrücken.

„Ich freue mich, dass diese Vereine bei dem Projekt mitmachen, damit aktiv für den Jugendschutz eintreten und ausdrücklich ein Zeichen gegen das Rauschtrinken setzen“, so Ministerin Bachmann. Sie dankte dem Landessportverband für das Saarland (LSVS), der als Partner des Projekts „7 aus 14“ auch dafür sorgt, dass es in der Sportfamilie bekannter wird. Bachmann stellte klar, dass das Angebot aber keineswegs auf Sportvereine beschränkt sei. Man habe bereits damit begonnen, auch über Kommunen für das Angebot zu werben, um auch andere Vereine für die Idee „7 aus 14“ zu begeistern.Hintergrund für die Einführung des Projektes im Saarland sind die nach wie vor hohen Fallzahlen von Jugendlichen mit problematischem Trinkverhalten.

Ministerin Bachmann erklärt: „In den meisten Vereinen wird schon heute auf verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol Wert gelegt. Durch Einbinden des Projektes in die Vereinsarbeit wird nun auch ein sichtbares Zeichen gesetzt, dass Jugendschutz wirklich ernst genommen wird.“ Über die Kontrollfunktion hinaus fördere das Projekt einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol und erinnere Erwachsene zudem an ihre Vorbildfunktion. Das Projekt, so die Ministerin, sei ein wichtiger Baustein in der Gesamtstrategie gegen Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Saarland, die im Dezember 2013 beschlossen worden war.

Die „Rock Froggies“

Cathrin Lang, Jugendwartin des Rock’n’Roll Clubs „Rock Froggies“ Homburg und Landesjugendwartin des saarländischen Landesverbandes für Tanzsport (SLT), hat im Mai 2014 das Zertifikat als Jugendschutzbeauftragte „7 aus 14“ erworben. Der Verein ist seit über zehn Jahren für die Durchführung der größten Jugendtanzsportveranstaltung im Saarland verantwortlich. „Im Wettkampfsport sollte der verantwortliche Umgang mit Alkohol eine Selbstverständlichkeit sein. Bei Tanzsportveranstaltungen aber vermischen sich Unterhaltung, FunFaktor und Sport in besonderem Maße. So entstehen zusätzliche Berührungspunkte mit Alkohol“, sagt Cathrin Lang, die im Juli 2014 bei den saarländischen Jugendtanztagen SaJuTaTa erstmals über die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen wachte. Zusätzlich sollen ab sofort die Prinzipien „7 aus 14“ auch bei den Jugendfreizeit- und Kadermaßnahmen Anwendung finden.

Brauchtum Fasnacht

Die Karnevalsgesellschaft Burgnarren Verein für Brauchtumspflege e.V. ist ein Verein, der das Brauchtum Fasnacht pflegt und ganzjährig in der Jugendarbeit und Erwachsenenarbeit tätig ist. Ab dem Alter von vier Jahren wird für jede Altersgruppe ein Garde- bzw. Schautanztraining angeboten. Die Veranstaltungen sind typische Brauchtums-Veranstaltungen wie Kappensitzung, Kinderfasnacht, Burgerstürmung, Närrische Jugenddisco und Ähnliche. Vereins-Präsidentin Irmgard Waidner erklärt: „Die Burgnarren achten schon lange bei Veranstaltungen darauf, dass an Kinder und Jugendliche unter der entsprechenden Altersgrenze kein Alkohol ausgegeben wird. Deshalb waren die Burgnarren sofort bereit, sich dem Projekt „7 aus 14“ anzuschließen und entsprechend umzusetzen.“

Handballer

Der SV 64 Zweibrücken ist der größte eigenständige Verein im Handballverband Saar. Die Jugendarbeit des SV 64 Zweibrücken genießt einen hervorragenden Ruf im gesamten Südwesten Deutschlands, was sich unter anderem an zahlreichen Meisterschaften und Pokalsiegen, sowie einer großen Anzahl an Auswahlspielern widerspiegelt. Insgesamt 15 Jugendmannschaften mit über 200 Jugendlichen nehmen am regelmäßigen Spielbetrieb teil. Das Vereins-Ziel, in allen Altersklassen an den höchsten Wettbewerbsklassen teilzunehmen, wurde in diesem Jahr erstmals erreicht. „Aber auch der Breitensportansatz ist uns wichtig, damit auch alle interessierten und sportbegeisterten Jugendlichen am Spielbetrieb teilnehmen können“, so Vorstands-Mitglied Stephan Frank. Für die Jugendarbeit wurden der Verein in der Vergangenheit unter anderem mit dem Hermann-Neuberger-Preis des Landessportverbandes Saar und mit dem „grünen Band“ des Deutschen Olympischen Sportbundes in Zusammenarbeit mit der Commerzbank AG ausgezeichnet.

Ganzheitliche Begleitung

Stephan Frank erklärt: „Neben der sportlichen Förderung liegt uns die ganzheitliche Begleitung der Jugendspieler zu selbstbewussten und sozialkompetenten Persönlichkeiten auf und neben dem Handballfeld sehr am Herzen. Ein Baustein dieser Jugendarbeit ist die Qualifizierung eines Jugendschutzbeauftragten, damit unsere Jugendliche zu einem verantwortungsbewussten Umgang vor allem mit Alkohol sensibilisiert werden.“ red./sb